Anreise und erste eindrücke

Flughafen Zürich, 12:13Uhr

Abschlussfoto am Flughafen Zürich

Als wir uns nach einigem Hin und Her endlich alle vor dem Check-in gefunden haben, staunten einige der versammelten Mannschaft nicht schlecht, als Silvan nur mit einer nicht mal ganz gefüllten Sporttasche aufkreuzte. Schnell tauchte die Frage auf, wo denn sein Aufgabegepäckstück sei. Silvan entgegnete locker, er habe ja angekündigt, dass er lediglich mit Handgepäck anreise und sich in den USA dann mit Kleidern eindecken werde. Als Rebecca und Damian ihre Gepäckstücke aufs Band legten, tauchten schon die ersten Probleme auf: Die Gepäckstücke waren zu schwer. Koffer wieder runter, Auspacken, Kleider aufteilen. 

Letzte Verpflegung vor dem Check-In

Nach den Abschlussfotos und dem anschliessenden Verabschieden von den Familien begaben wir uns ans Gate, wo es dann schon bald hiess; „ready for takeoff“ in Richtung Amsterdam, wo wir einen Zwischenstopp einlegten und dann den Flieger direkt nach Minneapolis bestiegen. In Amsterdam scheiterte Rebecca bereits ein erstes Mal an der Passkontrolle und musste stichprobenartig in die Sicherheitskontrolle. Als wir die Passkontrolle passiert hatten und uns Richtung Abfluggate begaben, mussten wir erneut einchecken. Rebecca scheiterte dort innerhalb kurzer Zeit ein zweites Mal an der Passkontrolle und wurde aus dem Verkehr gezogen. Zusammen mit Luca wurde sie ein wenig genauer unter die Lupe genommen. Was genau an ihr so kriminell ist, haben wir bis Stand jetzt jedoch auch noch nicht rausgefunden. Kurz darauf befanden wir uns bereits in 12‘000 Meter Höhe mit 900 Km/h in Richtung Abenteuer.

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Townhouse von Luca und SIlvan

Nach zirka 9 Stunden landeten wir endlich in am Flughafen. An der Immigration erlebten wir ein paar Schrecksekunden, welche uns nach einem anstrengenden Flug plötzlich hellwach machten. Die Frau an der Passkontrolle erklärte uns, dass das Visa der beiden Automatiker lediglich bis Ende August gültig sei. Die eher ungünstige Situation klärte sich jedoch schnell auf. Umso glücklicher waren wir, als wir von Rick, einem Lehrling von Bühler Minneapolis, in Empfang genommen wurden. Er fuhr uns mit seinem Auto zum ersten Haus, welches die zwei Polymechaniker für drei Monate ihr eigenes nennen dürfen. Dort versuchten wir fünf Minuten lang die Türe zu öffnen, als Silvan plötzlich die Türe aus der Hand gerissen wurde und er unserem ziemlich aufgebrachten Nachbar in die Augen schaute. Wir entschuldigten uns in aller Form und gingen eine Haustüre weiter wo der Schlüssel dann schliesslich auch passte. Von da an ging es für die Automatiker weiter zu Ihrem Apartment, welches sich ganz in der Nähe vom Bühler befindet. Da wir alle sehr erschöpft waren legten wir uns nach einer kurzen Erkundungstour durch unsere Unterkünfte ins Bett.

Mitarbeiter Meeting

Am Nächsten Morgen waren wir sehr gespannt, denn unser erster Arbeitstag stand auf dem Programm. Wir wurden von unserem Ausbildner John Nelson und den Lernenden vor Ort sehr herzlich empfangen. Direkt danach stand ein Mitarbeitermeeting mit allen Angestellten vom Standort in Plymouth an. Geführt wurde das Meeting von Andy Sharpe, dem President CEO North America. Auch er begrüsste uns herzlich und informierte die Mitarbeiter über unsere Anwesenheit.

Nach einer kurzen Tour durch die Firma stand schon bald ein Mittagessen mit allen Lernenden an. Da hatten wir auch die Möglichkeit, uns persönlich bei Andy vorzustellen, denn auch er kam kurz vorbei um ein Stück Pizza zu essen. Wir waren beeindruckt vom familiären Umgang im ganzen Standort. Jeder kennt jeden und es herrscht ein angenehmes Verhältnis. Wir tauschten uns ein wenig mit Andy aus bevor es zu einem Meeting mit zwei verantwortlichen vom HR ging. Wir wurden über Do’s und Don’ts im Bühler Minneapolis informiert und uns wurden sehr viele allfällige Aktivitäten im und um den Grossraum Minneapolis gezeigt, von denen wir sicherlich viele ausprobieren werden.

Kaffe und Kuchen im Customer Center

Die danach folgenden Arbeitstage waren ziemlich öde. Sie waren deshalb ziemlich eintönig, weil wir rund 12 Stunden mit einer Online Sicherheitsschulung verbringen durften. Da wir jedoch nicht immer nur ununterbrochen am PC sitzen und der Schulung zuhören konnten kamen wir parallel mit vielen Lernenden und auch anderen Arbeitern ins Gespräch, was sehr spannend und aufschlussreich war. Den Znüni gab es am Donnerstag im Customer Training Center, wo es Kaffee und Kuchen gab und viele der Mitarbeitenden erschienen. Dort lernten wir einige weitere wichtige Personen, wie den Chef der Fertigung kennen oder ein paar Bühler Mitarbeitende aus Uzwil, die für ein paar Jahre in Minneapolis arbeiten. Diese boten uns zum Beispiel auch an, dass wir mal mit ihnen zu einem Kunden mitkommen oder für ein paar Tage in Ihrer Abteilung verbringen dürfen. Somit konnten wir, durch die offene und freundliche Art der Amerikaner begünstigt, schon in den ersten paar Tagen viele neue Kontakte und Freundschaften knüpfen.

Am Freitag machten wir einen kleinen Ausflug in einen Walmart, einem riesen grossen Supermarkt und deckten uns mit je einem Paar Sicherheitsschuhen ein, sodass wir schon bald mit dem eigentlichen Arbeiten loslegen können. Während der Sommerzeit ist die Lehrwerkstatt jeweils am Freitagnachmittag geschlossen, dafür müssen wir am Abend etwas länger arbeiten. Diese freien Stunden nutzen wir dann, um von Plymouth, der Stadt in der sich das Bühler Werk befindet und wo wir wohnen, nach Minneapolis zu fahren und die grösste Stadt von Minnesota mal genauer kennenzulernen. Die Fahrt bis nach Minneapolis Downtown dauert mit dem Auto etwa rund 20 Minuten. Als wir dann dort ankamen und unser Auto parkten, liefen wir einfach etwas planlos durch die Stadt und schauten uns ein bisschen um. Weil es jedoch so warm war, dass uns der Schweiss nur schon beim blossen herumlaufen herunterlief und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit unsere Erkundungstour auch nicht gerade angenehmer machte, beschlossen wir wieder nach Hause zu gehen und die Stadt ein anderes Mal, wenn es weniger heiss ist, genauer zu erkunden.

Herr Bolt und sein Kollege Silvan bei uns zu besuch

Den Samstag verbrachten wir grösstenteils mit Shoppen. Wir fuhren in das etwa 30 Minuten entfernte Albertville Outlet. Dort gab es viele Shops bekannter Marken, wo die Kleider für teils einem Viertel des Preises in der Schweiz angeboten werden. Dies nutzten wir natürlich richtig aus und wir alle, vor allem aber Silvan, deckten uns mit jeglichen Kleidungsstücken ein. Am Abend beschlossen wir uns dann, den Grill im Garten mal anzuwerfen und Burger zu machen. Zum Abendessen besuchten uns dann Herr Bolt, einer der Berufsbildner von Silvan und Luca und sein Kollege Silvan. Sie waren gerade für ein paar Tage in Minneapolis in den Ferien und beschlossen spontan, uns noch zu besuchen, bevor sie wieder abreisten. Darüber haben wir uns alle sehr gefreut es war auch spannend zu hören, was Herr Bolt, der 2014 auch schon hier war und übrigens im gleichen Haus wie Silvan und Luca gewohnt hat, in seiner Zeit so erlebt hat. Den Sonntag verbrachten wir grösstenteils mit Ausruhen und Essen. Wir fuhren noch kurz an einen nahegelegen See um dort etwas das schöne Wetter zu geniessen. Zum Glück muss man in Minnestoa, auch bekannt als Bundestaat der zehntausend Seen, nicht lange nach einem solchen suchen.

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Nach einer Woche können wir sagen, dass wir uns alle sehr gut hier eingelebt haben und es grossen Spass macht, andere Bühler Mitarbeitende kennenzulernen und in einem neuen Standort zu arbeiten.

Silvan, Luca, Rebecca, Damian

4 Kommentare

  1. Hallo ihr Vier
    Spannend zu lesen, wie es euch geht. Und beim besorgten Vater bleiben wenig Zweifel, dass es euch so richtig gut geht. Würde mir an eurer Stelle übrigens auch so gehen. Da kommt mir dann der Spruch „… wäre ich noch ein paar Jahr jünger … “ in den Sinn. Egal, ich geniesse es, mir vorzustellen, wie es wäre, jetzt da zu sein, wo ihr seid, und es geht mir gut. In Gedanken bin ich oft bei euch und hoffe, Ihr habt weiterhin eine gute Zeit miteinander in dieser grossen, grossen Welt da drüben, über dem Atlantik.
    Macht’s weiterhin gut, herzlich
    Wolfgang Bollack

  2. Dear Team Minneapolis – I met members of your team just before your adventure journey to the USA started. Now, I am following the news and experiences on your blog – including the cool pictures. I hope you are all doing well, have fun and can learn a lot at the same time. I look forward to hear and read more, particularly also about some working/learning experiences. All the best from HHA in Uzwil! Stefan

    1. Dear Mr. Scheiber

      Thank you for your feedback! We hope you enjoy reading our blog and following us on our adventure in the USA. We have had a great time here so far, the BMIN staff welcomed us very warmly and we learn a lot day after day, at work and in everyday life. We will certainly write some more details about our work and learning experiences in the next blog.

      Kind regards

      Team Minneapolis

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